Die AG „Werkstatt Zukunft“ stellt sich vor

Die AG „Werkstatt Zukunft“ der Oberschule beschäftigt sich seit den Sommerferien mit ganz unterschiedlichen Themen in den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit, Konsum, Tierschutz, Artenvielfalt, Energie, Klimawandel, natürliche Ressourcen, etc. mit dem Ziel durch Forschung, Recherche und Auseinandersetzung Neues zu erfahren und das schulische Leben umweltfreundlicher und somit zukunftsfähig zu gestalten.  

Anfang November fand die AG im örtlichen Supermarkt statt, wo wir freundlich und neugierig empfangen wurden. Wir wollten uns einen Überblick über verschiedene Lebensmittel, ihre Herkunft, ihre Verpackung und ihre Herstellung machen. Vorab hatten die Schüler überlegt, welche Obst- und Gemüsesorten wohl woher kommen und wie sie verpackt sind. Bananen aus Kolumbien? Schokolade aus China? Chips aus England? Softeis aus den USA? Kokosnüsse aus Hawaii? Spaghetti aus Italien?  Sonnenblumenkerne aus Russland? Verpackt in Plastik, in Papier, in Kisten oder ohne jegliche Verpackung? Auch eine Internetrecherche zu skurrilen Verpackungen ergab unglaubliche Einblicke. So fanden die Schüler heraus, dass oft übertrieben verpackt wird und eigentlich viel Verpackungsmüll vermieden werden kann.

Was hat das alles nun mit unserer Umwelt, mit unserer Zukunft zu tun? Während eines Treffens tauschten wir uns über den Einfluss von Verpackungen und Herstellungsmethoden, sowie Herkunftsländer auf unser Leben aus. Müll, und vor allem Müll, der schlecht zu recyceln oder abzubauen ist, ist schlecht für uns alle. Denn oft landet er leider dort, wo er nichts zu suchen hat, in der Natur, bei den Tieren oder sogar in unserem Essen und Trinken. Aller Anfang ist gemacht, wenn wir einfach weniger Müll produzieren. Verpackungen von Lebensmitteln haben dabei einen großen Stellenwert. Die Schüler fanden heraus, dass neue Methoden der Beschriftung Verpackungen überflüssig machen sollen. Eine tolle Entwicklung. Man kann auch selber darauf achten Tüten zu vermeiden und Lebensmittel ohne Verpackung einzukaufen.

Weiterhin standen die Herkunftsländer im Fokus unserer Recherche. So fanden die SuS heraus, dass Mangos aus Spanien, Auberginen aus Spanien, Granatäpfel aus der Türkei und Orangen aus Griechenland kommen. Das bedeutet, dass Lebensmittel teilweise eine lange Reise hinter sich haben und dies natürlich sehr umweltschädlich ist. „Regional einkaufen“ ist eine tolle neue Trendwende und Supermärkte kennzeichnen gerne regionale und saisonale Produkte. Vielleicht kann man ja im Winter auf Erdbeeren verzichten, da sie nicht regional produziert werden können? Außerdem lag ein Fokus auf den tierischen Produkten Milch und Eier, sowie Bio-Produkten. Die Herstellung von unseren Lebensmitteln hat nämlich ebenfalls einen großen Einfluss auf uns und unsere Umwelt. Biologisch erzeugte Produkte verzichten auf herkömmliche Pestizide und bei der Erzeugung tierischer Produkte ist der Einfluss auf die Natur und natürlich die Tiere natürlich noch größer. Wie leben die Tiere? Was bekommen sie zu essen? Dem Konsumenten wird da eine ganz schön große Palette an Entscheidungsmöglichkeiten angeboten. Preis, Verpackung, Tierhaltung, es gibt viel zu beachten. Die Schüler haben dabei alle möglichen Produkte kennengelernt und verglichen. Wir einigten uns darauf, dass eine umweltfreundliche Lösung einen bewussten Konsum voraussetzt und man auf umweltfreundliche Verpackungen und eine tierfreundliche und ökologische Haltung achten sollte.

Mit diesen Erkenntnissen erledigten wir nun unsere Einkäufe, um in der Vorweihnachtszeit zusammen zu backen. Mit viel Freude backten die Schüler vegane und zuckerfreie Plätzchen, welche ganz ohne tierische Produkte auskommen, sowie Plätzchen, die Wert auf ökologische Inhaltsstoffe legen.   

Im Herbst haben wir zusammen Blumenzwiebeln für Frühjahrsblüher eingepflanzt, damit im Frühjahr nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere weiterhin viel Freude am Garten der GOBS Friedrichsfehn haben werden. Selbst gestaltete Schilder sollen dafür sorgen, dass niemand die Blumenzwiebeln beim Wachsen stört.  

Bei Recherchen im Internet haben die SuS viel über Tiere im Winter herausgefunden. Wir haben zusammen überlegt, wie wir den Tieren im Winter an der GOBS helfen können. So wird der Staudengarten erst im Frühjahr bearbeitet, damit Insekten weiterhin eine Nahrungsquelle im Winter haben und größere Tiere Unterschlupfmöglichkeiten finden. Außerdem haben wir Laubhaufen zusammengetragen, die Igeln Winterschlafquartiere bieten sollen. Auch diese wurden mit Schildern versehen, damit sie niemand entsorgt. Die Vögel erhalten in diesem Winter besondere Fürsorge, denn die Schule hat sich beim NABU als Vogelzählschule beworben und den Zuschlag erhalten. So haben wir während der letzten Wochen viele Pakete mit tollem Zubehör und Anleitungen für die Vogelfütterung im Winter erhalten. Die Lieferung umfasst Vogelfutter und dafür passende Behälter und Anlagen. Teile des Vogelfutters haben wir in Futterglocken verarbeitet, die wir zusammen gestaltet haben. Die Schüler hatten große Freude beim kreativen Gestalten und wir hoffen, dass sie auch den Vögeln gefallen werden. Die Körner wurden mit Kokosfett vermischt und zusammen mit einem Stock als Sitzhilfe in die Töpfe gefüllt. Vom NABU haben wir zudem tolle Futtersäulen für Körner und Erdnüsse, ein Futterhaus, Energieblöcke und passende Halterungen erhalten. Auch Wasserschalen haben wir für die Tiere zum Trinken aufgestellt. So können wir hoffentlich im neuen Jahr viele verschiedene Vögel an der GOBS zählen. Im Januar nimmt die Schule an der „Schulstunde der Wintervögel“ teil, bei der wir unsere Beobachtungen notieren werden. Um die Vögel kennenzulernen und bestimmen zu können, haben wir ein Buch vom NABU erhalten und werden so hoffentlich viel über die Vögel lernen. Wir sind gespannt und bedanken uns für die Unterstützung.                               


Unsere Schule...









Unsere Partner...